Krasser Wertverlust: diese 9 Sportwagen sind gebraucht viel günstiger!

Nicht jede Automarke behält den Wert wie ein Porsche oder Ferrari: bei manchen Sportwagen sinkt der Wert direkt bei der Zulassung drastisch. Was tragisch für Erstbesitzer ist, kommt Sportwagen-Fans mit schmalerem Geldbeutel zugute. Die folgenden 9 Sportwagen sind die idealen Ziele für Schnäppchen-Jäger, denn hier ist der Wertverlust besonders heftig.

Selbst wertstabile Autos bringen 4 Jahren nach der Erstanschaffung nur noch 50 bis 60 Prozent ihres ursprünglichen Werts beim Wiederverkauf ein. Bei den Sportwagen sind die Unterschiede selbst bei sehr niedriger Laufleistung besonders groß. Wer vergleichsweise günstig schnell fahren will, der kommt hier auf seine Kosten. Wer sich keinen eigenen kaufen möchte, kann sich auf unserer Website auch einen Sportwagen mieten.

Audi R8 V10 Performance Coupé: Lamborghini im Schafspelz

Der Audi R8 V10 polarisierte schon als Studie im Film “I, Robot”. Seitdem durchlief das Modell verschiedenste Iterationen, 2024 soll das letzte Modell vom Band laufen. Trotz der nahen Verwandtschaft mit dem Lamborghini Huracan hält der Audi  seinen Wert eher mäßig.

Statt der ursprünglich beim Händler für das Audi R8 Performance Coupé bezahlten 201.500 Euro ist der Supersportler mit weniger als 5.000 Kilometern auf der Uhr teils schon ab 144.440 Euro zu haben. Die Differenz beträgt damit über 57.060 Euro oder 28,32 Prozent – so viel Wertverlust schmerzt.

Auch wir haben den Audi R8 in der Mietwagen-Flotte und haben uns mit dem Wissen des hohen Wertverlustes nach der erstmaligen Zulassung bewusst für einen Jahreswagen entschieden. Wie wir zur Entscheidung gekommen sind, wie sich der Wagen anfühlt und ob der Ottopartikelfilter den Sound verhunzt, das lest ihr in unserem Test zum Audi R8 V10 Spyder. Bock drauf? Bei uns könnt ihr den Audi R8 mieten.

Der BMW i8 Roadster: Liebesgrüße aus München

Mit der Markteinführung betrat BMW ganz neue Sphären – das Münchner Unternehmen hat sich getraut: Erstmals wurde der Welt ein nachhaltiger Sportwagen mit einer Kombination aus Elektro- und Benzinmotor präsentiert.

Über das futuristische Design lässt sich streiten, doch die Auto-Community war sich einig, dass beim i8 die Preis-Leistung einfach nicht stimmte. Maximal 374 PS sind keinesfalls wenig und auch eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden ist okay. Doch ab Werk zahlt man für den Wagen mindestens satte 155.000 Euro.

Sucht man mittlerweile nach Exemplaren, werden teils Wagen für 99.900 Euro angeboten, die noch nicht mal ihren ersten Geburtstag gefeiert haben. Das bedeutet einen prozentualen Wertverlust in Höhe von 35,55 Prozent. Verkäufer verlieren also 56.000 Euro.

Maserati GranTurismo Cabrio: Bock auf italienischen Luxus?

Maserati baut unglaublich formschöne Sportwagen. Schließlich teilte sich die Marke den Standort lange mit Marken wie Ferrari, Pagani, Lamborghini und Ducati. Fans der Marke aus dem legendären Modena sind sich einig: der Sound gleicht einem italienischen Belcanto – der V6 gibt den Takt und der Turbo pfeift die Melodie.

Es überrascht also, wenn man hört, dass die Sportwagen nicht sehr hochwertig verarbeitet sein sollen oder technische Mängel regelmäßig teure Werkstatt-Termine nach sich ziehen. Damit ist wohl auch beim Maserati die niedrige Nachfrage und der damit verbundene hohe Wertverlust zu erklären.

So kostet ein Maserati GranCabrio neu 144.320 Euro. Mit etwas Recherche konnten wir Jahreswagen für 113.333 Euro finden. Das entspricht einem empfindlichen Wertverlust von 21,47 Prozent oder 30.987 Euro.

Abarth 124 Spider: kleiner Sportwagen mit italienischem Flair

Wir bleiben in Italien, wechseln aber die Preisklasse: Auch kleine Sportwagen können viel Wert verlieren, so auch der Abarth 124. Vor allem der relativ hohe Grundpreis in Verbindung mit eher durchschnittlichen Leistungsdaten schreckt unter Umständen ab.

Der Vierzylinder-Reihenmotor liefert dank Turbo immerhin 170 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt gerade einmal bei 224 Kilometern pro Stunde. Die Daten unterscheiden sich wenig von denen des Abarth 500, der ist aber immerhin günstiger – stichhaltige Argumente für den Wertverlust des Abarth 124.

Der Abarth 124 kostet brandneu 33.000 Euro. Nur 1 Jahr alt und mit einer Laufleistung von unter 5.000 km gibt es schon Autos für 24.900 Euro. Mit einem prozentualen Wertverlust von 24,55 Prozent oder 8.100 Euro ist das eine bittere Pille für Besitzer.

Mercedes-Benz SL 500: ein Daimler mit Wertverlust?

Mercedes-Benz ist eines der prestigeträchtigsten Unternehmen der Welt – als erster Automobilhersteller der Welt blickt die von Carl Benz gegründete Manufaktur auf eine lange Tradition zurück. Ein paar der schönsten Autos aller Zeiten stammen aus der Produktion von Mercedes-Benz, darunter beispielsweise der 300 SL Flügeltürer.

Vermutlich wegen zu starrer Zielgruppen-Orientierung wandelte sich die SL-Klasse (”Super-Leicht” bzw. “Sport-Leicht”) vom schicken Statussymbol zum biederen Altherren-Auto. Statt den SL neu zu erfinden, rief Mercedes den AMG ins Leben. Vom SL wandte man sich allerdings nicht ab und so wird er noch heute produziert – sündhaft teuer und wegen der niedrigen Nachfrage mit hohem Wertverlust.

Ein neuer Mercedes-Benz SL 500 kostet ohne Ausstattung 124.212 Euro. Junge Gebrauchte sind allerdings schon ab 87.990 Euro zu haben. Innerhalb eines Jahres verliert ein SL 500 damit 29,12 Prozent seines Werts – damit sind 36.222 Euro in 356 Tagen futsch.

Aston Martin Rapide S: vier Türen für James Bond

Lange haben wir uns gefragt, ob wir den Rapide S noch als Sportwagen kategorisieren können oder der Wagen schon als Luxuslimousine gilt – er ist immerhin der einzige 4-Türer in dieser Liste.

Wir hatten die Gelegenheit, den Aston Martin auszuprobieren, und der Rapide S gehört zu unseren absoluten Traumautos. Die 12 Zylinder mit einem Hubraum von insgesamt 5.9 Litern produzieren 476 PS – spätere Versionen schaffen sogar 558 PS. Der Wagen ist nicht nur von außen wunderschön, das Interieur ist mit hochwertigsten Materialien ausgekleidet. Man sollte meinen, dass der große Bruder des DB9 seinen Wert besser hält, aber Fehlanzeige.

Neu kostet der Brite unglaubliche 196.000 Euro. Die traurige Nachricht ist, dass man Rapid-S-Modelle selbst beim offiziellen Händler für nur 129.000 Euro finden kann – mit unter 3.000 Kilometern Laufleistung. Das entspricht einem Wertverlust von 67.000 Euro oder 34,18 Prozent.

Nissan GT-R (R35): Godzilla aus Japan

Schon bei seiner Markteinführung schlug der Nissan GT-R hohe Wellen, als er im Vergleichstest den Porsche 911 Turbo besiegte. Nimmt man noch den Mythos GT-R mit in die Gleichung, so ist es kaum verwunderlich, dass die sich eine eingefleischte Fangemeinde um den R35 gebildet hat.

Leider hat Nissan den GT-R über die Jahre etwas stiefmütterlich behandelt. Der Hersteller konnte zwar noch etwas Leistung herauskitzeln und von 485 auf 570 PS steigern, aber ein moderner Porsche 911 Turbo zieht heute an einem Nippon Racer im Original vorbei.

Warum nur im Original? Der Allrad-GT-R ist gerade bei Tunern äußerst beliebt; aufgemotzte Boliden können teils mit weit über 1.000 PS aufwarten. Da aber viele Teile wie auch das Getriebe als anfällig gelten, verliert der Wagen auf dem Gebrauchtwagenmarkt schnell an Wert. Schließlich bastelt nicht jeder leidenschaftlich gerne.

Neu kostet der Nissan GT-R (R35) 106.990 Euro. Zu haben ist er als Jahreswagen schon für 84.900 Euro, also 22.090 Euro weniger. Der Wertverlust beträgt also über 20,65 Prozent.

Honda NSX: der Apfel fällt (nicht) weit vom Stamm

Der neue Honda NSX hat es ganz schwer. Er steht im Schatten seines Vorgängers, der noch mit Hilfe von Rennsport-Legende Ayrton Senna höchstpersönlich perfektioniert wurde.

Dabei hat es auch der neue NSX wirklich in sich. Der Hybrid besitzt einen V6-Motor mit Doppel-Turbo und insgesamt 3 Elektromotoren. Mit so viel Power liegt die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit bei 307 Kilometern pro Stunde, von 0 auf 100 km/h kommt der neue NSX in nur 2,9 Sekunden.

Leider verkaufte sich der Wagen schon auf Hersteller-Seite sehr schlecht – weniger als 3.000 Stück sind weltweit zu finden. Die fehlende Nachfrage wirkt sich auch auf den Werterhalt aus.

Während der High-Tech-Bolide neu 196.500 Euro kostet, konnten wir bereits einen Jahreswagen für nur noch 159.900 Euro finden können. Damit verliert der NSX schon im ersten Jahr 36.600 Euro oder 18,63 Prozent seines Werts.

BMW M850i XDrive Cabrio: et tu, BMW?

Der M850i XDrive Cabrio sollte BMWs Gegenentwurf zum S-Klasse-Cabriolet von Mercedes-Benz sein und besonders mit Sportlichkeit punkten. Beim Design des Interieurs wurde viel Wert auf hochwertige Werkstoffe gesetzt, daher fühlt man sich im Innenraum schnell wohl.

Vor dem Lenkrad leistet der V8-Motor mit zwei Turbos insgesamt starke 530 PS. Damit startet der das Luxus-Cabrio von 0 auf 100 in weniger als 4 Sekunden – ohne Dach ist das sehr schnell.

Dass so viel Luxus kostet, sollte eigentlich nicht überraschen. Dass BMW für den M850i irre 135.400 Euro verlangt, schockt dann aber trotzdem. Online konnten wir mit etwas Recherche dann aber ohne große Mühe Schnäppchen für 85.900 Euro finden. Das sind 49.500 Euro oder 36,56 Prozent Wertverlust  – damit verliert der M850i am meisten Wert von allen Fahrzeugen in der Aufzählung.

CarVia Magazin

BMW iX1 Reichweite im Sommer-Test

BMW iX1 Reichweite: Test im Sommer

25 Juni 2024 Von Kilian Scharnagl in Testberichte
Tesla Model 3 Reichweite im Winter

Tesla Model 3: Reichweite im Winter

04 Juni 2024 Von Kilian Scharnagl in Testberichte

Porsche Macan

Luxuriös in den Skiurlaub? Dann haben Sie mit dem Porsche Macan den besten Begleiter.

  • 245 PS
  • 0-100 km/h: 6,4s
  • 5 Sitzer
  • Automatik
  • SUV
  • Navigationssystem
OBEN