Das Porsche Cayenne S Coupé – unvernünftig elegant

Als Premium-Autovermietung mit Fokus auf Porsche schauen wir uns neue Modelle vom Stuttgarter Autokonzern natürlich immer ganz genau an. Insbesondere, wenn es einen neuen Auto-Typen davor so noch nicht gab. Nachdem BMW es mit dem X6 vorgemacht hatte und Mercedes sowie Audi aufgrund des Erfolges mit GLE Coupé und Q8 nachgezogen sind, steht jetzt auch bei Porsche ein entsprechendes Pendant im Stall. Das Porsche Cayenne Coupé. Auch hier gilt wie bei vergleichbaren Modellen provokant ausgedrückt: man zahlt mehr Geld für weniger Platz. Doch warum sollte man sich also einen Porsche Cayenne Coupé kaufen? Und viel wichtiger: Welcher Motor sollte im Herzen des Luxus-SUV schlagen?

Technische Daten: Porsche Cayenne Coupé Basis, S & Turbo

Aktuell ist das Porsche Cayenne Coupé in der Basis-Version mit einem 340 PS starken, turbogeladenen 6-Zylinder erhältlich. Der S hat einen 440 PS starken V6-Biturbo und der Turbo einen großen V8-Biturbo-Motor mit 550 PS. Während der Basis-Motor 6 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h braucht, ist man da im S mit 5 Sekunden schon deutlich schneller unterwegs. Nur der Turbo spielt mit 3,9 Sekunden in einer ganz anderen Liga und ist damit eher im Supersportwagen-Segment unterwegs. Doch mit den verschiedenen Fahrleistungen gehen natürlich auch unterschiedliche Preise einher. Wir schauen uns daher immer genau an, ob sich der Aufpreis für stärkere Modelle lohnt, oder man aber schon mit einem anderen Aggregat besser bedient ist. Oft ist es so, dass nur kleine Unterschiede auf dem Papier Welten im realen Fahrgefühl ausmachen können, oder eben auch andersrum. So haben wir in den Porsche 718er Modellen den Basis-Motor mit 300 PS und sind absolut zufrieden. Beim Cayenne hingegen kennen wir die Einstiegs-Maschine schon aus dem Porsche Panamera. Beide Fahrzeuge wiegen über 2 Tonnen und in dieser Gewichtsklasse haben wir festgestellt, dass auch ein 6 Zylinder, befeuert jedoch nur von einem Turbo, manchmal Punch vermissen lässt. Hier ist der Sprung zum S mit Biturbo-Unterstützung deutlich zu spüren. Das ist vor allem deshalb nicht verwunderlich, da der Motor aus dem Audi RS 5 stammt und dieser beeindruckende Zeiten von 0 auf 100 schafft. Das Fahrzeug fühlt sich durch das Aggregat deutlich dynamischer an. Und da wir hier über ein Cayenne Coupé sprechen, das gegenüber der normalen Ausführung eher über die Emotion als den Verstand gekauft wird, spielt die Performance eine wichtige Rolle. Dem Vergnügen stehen hier ca. 16.000 Euro Mehrkosten gegenüber der Basisvariante entgegen. Schaut man sich dann aber den Turbo an, für den nochmal knapp 50.000 Euro Aufpreis fällig werden, zahlt man da verhältnismäßig deutlich mehr. Zumal der S in etwa das gleiche wie der Basis-Cayenne verbraucht und der Turbo mit seinen 8 Zylindern schon deutlich darüber liegt. Hier haben wir uns also ziemlich schnell für die goldene Mitte entschieden.

Zur Bauform Coupé

Natürlich muss man sich die Frage gefallen lassen, warum man gegenüber dem normalen Cayenne das Coupé auswählt. Rein rational ist das schwer zu argumentieren. Das Design kann man wohl nicht nach Punkten bewerten. Jedoch fällt auf, dass die Mehrheit die Linien des Coupés als schöner empfindet. Und das bestätigen auch die Zulassungszahlen zumindest in Süddeutschland, wo inzwischen mehr Cayenne als Coupé als in der klassischen Form bestellt werden. Das durchgehende LED-Band kommt noch besser zur Geltung und macht das Heck schlank. Der Platz hinten ist trotz der Coupé-Form absolut ausreichend und steht den hinteren Insassen wie ein Maßanzug. Dadurch kommt eine für SUV untypische Sportlichkeit auch auf der Rückbank auf. Am Ende haben uns diese Einzigartigkeiten im Style der unvernünftigen Variante zum Kauf bewogen. Zudem sollte das Coupé als neueste Porsche Kreation auch nochmal ein wenig wertstabiler sein!

Ausstattung – einmal bitte alles

Erstmals bietet Porsche direkt ab Werk ein Leichtbau-Sportkit für den Cayenne zum Preis von 13.000 Euro an. Dafür bekommt man unter anderem ein Carbondach mit Alcantara-Dachhimmel, ein Sportbodykit und riesige 22 Zoll Felgen. Leider leidet aber auch das Fahrgefühl unter den großen Rädern. Und durch das Carbondach verschwindet auch das tolle Panoramaglasdach, welches serienmäßig verbaut ist. In Bezug auf das Fahrgefühl werden Sie im Alltag keinen Unterschied wegen des Carbondachs merken. Insgesamt ist die Aufpreisliste zwar ellenlang, doch die Serienausstattung ist ebenfalls sehr umfangreich. Wichtig unter den Optionen sind für uns insbesondere Lederpaket, ansprechende Felgen und Metalliclack (Quarzgraumetallic). Dazu kommen die absoluten Muss-Ausstattungen wie Sitzheizung. Jedoch kann man sich insgesamt schon mit ein paar Extras sein Porsche Cayenne Coupé individueller gestalten. Besonders bei den fahrdynamischen Themen kann man schnell in einen Rausch verfallen und viel Geld ausgeben, jedoch sind solche Ausstattungen bspw. beim Wiederverkauf nicht unbedingt relevant.

Porsche Cayenne S Coupé selber fahren

Wir haben das neuen Porsche Cayenne S Coupé bestellt und werden ab September 2019 beliefert. Wenn Sie darüber nachdenken, sich selber ein Cayenne Coupé zu kaufen, können Sie bei uns erstmal einen Porsche Cayenne mieten und so auch über eine längere Dauer testen, ob der Wagen tatsächlich etwas für Sie ist. Wir beraten Sie natürlich auch gerne und zeigen Ihnen unsere genaue Fahrzeugkonfiguration. Außerdem können Sie das Fahrzeug auch mit unseren anderen Porsche Mietwagen vergleichen.

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