Der BMW i8 ist ein steiler Hobel – warum hat der Sportwagen von BMW nur so wenig Aufmerksamkeit bekommen?

Als Premium-Autovermietung haben wir uns dazu entschieden, neben Porsche und klassischen Sportwagen in der Mietwagenflotte auch auf Elektroantrieb zu setzen. Auch wenn die Möglichkeiten derzeit am Markt noch nicht sonderlich groß sind, haben wir uns vor allem mit Tesla, dem BMW i8 und dem kommenden Taycan (Porsche Mission E) beschäftigt. Hier möchten wir aber gar nicht den i8 mit den anderen „Öko-Fahrzeugen“ vergleichen, sondern viel mehr darlegen, warum der BMW i8 ein echt cooles Auto ist. Und nicht zuletzt eine super Alternative zu unseren heißgeliebten Porsche.

Auch wir hatten uns kaum mit dem i8 als Fahrzeug auseinandergesetzt, bevor wir uns in Richtung Elektroantrieb entwickelten. Spielt er zwar preislich in einer Liga mit Sportwagen wie einem Porsche 911 GTS, kann er das bei einem kurzen Blick auf die technischen Daten nicht bestätigen. Außerdem sieht man das Fahrzeug auch eher selten auf den Straßen und beim Marketing agierten die Spezialisten aus München gefühlt defensiv. Wo der Audi R8 mit Krawall um die Ecke kommt und alle Blicke auf sich zieht, surrt der i8 still und leise vorbei. Doch umso mehr wir uns mit dem Fahrzeug beschäftigt und es nun auch schon vermietet haben, sind wir große Fans des Hybrid-Sportlers geworden.

Zum Technologischen und dem Fahrgefühl

Zunächst einmal: Der BMW i8 ist kein reines Elektrofahrzeug. Er wird von einem 3-Zylinder-Benziner mit 231 PS an der Hinterachse befeuert und hat dazu einen Elektromotor an der Vorderachse. Dieser mobilisiert noch einmal 143 PS und reicht für ca. 40 km rein elektrische Fahrstrecke. Warum ich das betone? Viele unserer vor allem amerikanischer Mieter, denen wir den i8 vorschlagen, erklären uns, dass sie keine Lust hätten, das Auto immer wieder aufzuladen. Nachdem wir erwähnen, dass das Fahrzeug auch einen ganz normalen Benzinmotor hat, der die Elektromotoren bzw. Akkus im Sportmodus auch wieder auflädt, wird dann aber doch gerne mal gebucht. Der BMW beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0-100 km/h und fährt 250 km/h Top Speed. Vor kurzem waren wir für ein Driving Event auf Sylt und sind dafür mit dem BMW i8 aus München angereist. Trotz des kleinen Motors ist der Wagen langstreckentauglich und fühlt sich auch sehr gut auf der Autobahn an. Den Handelsvertretern mit den großen V6-Diesel-Kombis konnten wir ganz locker entfliehen. Die Leistung ist also absolut ausreichend und es ist völlig in Ordnung, mit dem BMW i8 lange Strecken über die Autobahn zu fahren. Außerdem kann man sich einfach ganz entspannt auf den leisen Elektromotor verlassen und auf der rechten Spur dahingleiten, wenn doch einmal ein Anruf zu beantworten ist. Das ist mit anderen Sportwagen, die vielleicht gerade noch mit 300 km/h vorbeigezogen sind, dann nicht möglich.

Der Wagen fühlt sich sehr leicht und wendig an und selbst absolut ungeübte Fahrer fühlen sich direkt wohl im BMW i8. Man steigt ein und fährt los, als wäre es ein 1er BMW von DriveNow. Leider kann man den Kofferraum beim BMW i8 komplett vergessen. Aber zumindest die hinteren Sitze sind größer als die im Porsche 911. Das heißt, wenn man sein Gepäck einfach auf die Rücksitze verfrachtet, kommt man auch über 1 Woche Urlaub in Italien mit dem Partner sehr gut zurecht.

Interessanterweise haben wir den BMW i8 in Kombination mit einem BMW M2 Competition bestellt und erlebten so bei der Abholung beim Händler zwei absolut gegensätzliche Fahrzeugkonzepte. Hier konnte der BMW i8 sofort brillieren. War der Tag doch etwas stressig und die Münchner Innenstadt am Freitag ziemlich überfüllt. Merkte ich doch, wie entspannt ich mit dem reinen E-Antrieb mitschwimmen konnte. Fällt es einem im herkömmlich betriebenen Fahrzeug nicht auf, nervt das Geräusch des Motors in solchen Situationen aber zumindest anscheinend unterbewusst.

Zum Design vom BMW i8

Das Design des i8 polarisiert wahrscheinlich wie bei keinem anderen Sportwagen. Vor allem das Heck ist aufgrund der aerodynamischen Luftführung sehr speziell. Aber konfiguriert man sich das Auto im Gegensatz zu den hellen BMW-Promofahrzeuge in dunklen Farben, wirkt er gleich deutlich aggressiver. So haben wir schwarze Felgen und einen grauen Metalliclack gewählt (Donington Grey). Damit hat er es immerhin schon zum Show-Fahrzeug beim Lions Run (der deutsche Gumball) gebracht. Die Flügeltüren sehen ziemlich scharf aus und geben den Blick auf das wirklich absolut geile Carbon-Monocoque frei. Hier ist der BMW i8 durch die strengen Leichtbauvorgaben in der Entwicklung mehr Sportwagen als die anderen hochmotorisierten, aber schweren Boliden. Die Flügeltüren können aber tatsächlich auch einmal nerven, wenn man im Parkhaus zu nah an seinem Nebenmann steht zum Beispiel. Dafür ist der Innenraum vor Regen geschützt, wenn man die Türen nach oben hin öffnet und sich elegant herausschwingt.

Der Preis

Das Vergnügen trüben kann eigentlich nur der unfassbar hohe Preis von ca. 150.000 €. Schaut man sich das futuristische Fahrzeug aber genauer an, bekommt man eigentlich gar nicht so wenig für sein Geld. Dem einzigen Manko, dass kein aufgeladener 8- oder 10-Zylinder im Herzen des BMW i8 schlägt, stehen 2 kleine hochtechnologische Motoren entgegen. Darüber hinaus wurde bei dem Wagen auch bei den verwendeten Materialien im Innenraum sehr auf Nachhaltigkeit geachtet. Auch der Verbrauch liegt mit durchschnittlich 9 Litern nach 5.000 km bei uns durchaus im Rahmen und wird mit anderen Sportwagen nicht zu erreichen sein.

BMW i8 selber fahren

Gerne haben wir Ihnen Eindrücke zum Elektrorenner aus Bayern bereitgestellt. Wir freuen uns, wenn auch Sie Fan des Autos werden. Gerne können Sie natürlich bei uns den BMW i8 mieten und so sich Ihren eigenen Eindruck über das Auto verschaffen. Wenn Sie überlegen, das Fahrzeug zu kaufen, senden wir Ihnen gerne unsere genaue Fahrzeugkonfiguration zu und beraten Sie!

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